Klangfrühlings-Vernissage: Venedig in der Bibliothek

bvz, 22.5.2017 – mit Fotogalerie
Im Rahmen des „Klangfrühlings“ wurde am Sonntag in der Friedensbibliothek Stadtschlaining die Fotoausstellung „Venice beyond the Ghetto“ eröffnet.

170521_Baumgartner
Außerdem hielt Gerhard Baumgartner einen Vortrag über die historischen Verbindungen zwischen der jüdischen Bevölkerung von Venedig und Stadtschlaining.
Für die Musik sorgte „QuartArt“.

170521-Concentrum-Fotoausstellung
CONCENTRUM war Mitveranstalter und nützte die Gelegenheit, dem Publikum den Verein zu präsentiere.

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Hintergrund-Infos zum Vortrag von Dr. Gerhard Baumgartner über „500 Jahre sephardische Juden in Europa und speziell in Venedig und Stadtschlaining“:

„Die Herkunft der sephardischen Juden“
Die Ausweisung der spanischen Juden im Jahre 1492

Sephardische Juden in der Frühen Neuzeit
Das osmanische Judentum wurde seit dem 16. Jahrhundert, als die ersten vertriebenen Sepharden von der Iberischen Halbinsel auf Einladung des Sultans hin ins Osmanische Reich kamen, neben Polen-Litauen zum zweiten Zentrum jüdischen Lebens in der Neuzeit. Wichtige kulturelle und religiöse Entwicklungen wurden durch die vergleichsweise tolerante Politik begünstigt und wirkten weit über die Grenzen des Osmanischen Reichs hinaus: Neben der neuzeitlichen Kabbala und der messianischen Bewegung des Sabbatianismus sind nicht zuletzt die Gelehrtenzentren Saloniki, Safed und Istanbul zu nennen, deren Einfluss bis heute in der jüdischen Religion erkennbar ist. Dieser Beitrag behandelt die Geschichte der Sepharden von ihrer Vertreibung aus Spanien und Portugal über die Aufnahme ins Osmanische Reich bis zum Ende des 18. Jahrhunderts. Außerdem wird auf das nicht-osmanische Judentum in Südosteuropa und in den protestantischen Städten Amsterdam, Hamburg und London eingegangen; der politische Status dieser sephardischen Judenheiten war sehr unterschiedlich.

Gerechtigkeit für sephardische Juden
(Welt, 11.02.2014) Vor 500 Jahren wurden in Spanien Juden gezwungen, katholisch zu werden oder das Land zu verlassen. Jetzt hat die Regierung ein Gesetz zur Wiedereinbürgerung von Nachfahren der Vertriebenen eingebracht.

Jüdische Kulturwege im Burgenland
Rundgänge durch die „Sieben Gemeinden“ und die Gemeinden des Südburgenlandes
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Hintergrund-Infos zur Fotoausstellung „500 Jahre Ghetto in Venedig“:

500 Jahre Ghetto in Venedig
Die Serenissima und die Juden
(Tagesspiegel, 4.9.2016) Vor 500 Jahren wurde das Ghetto in Venedig eingerichtet. Es hat die Geschichte der Stadt mitgeprägt. Eine Ausstellung im Dogenpalast erzählt jetzt seine Geschichte.

Mittendrin ausgeschlossen

(Zeit-Online, 7.4.2016) Vor 500 Jahren wurde in Venedig das Judenviertel „Ghetto“ eingerichtet. Der Begriff machte eine unrühmliche Karriere. Doch die Lagunenstadt diente damals Juden aus ganz Europa als Zufluchtsort.

Verborgenes Venedig Geisterspuk in der Lagune
(Spiegel-Online), 30.1.2009) Seit Jahrhunderten von Touristen fast zu Tode geliebt, birgt Venedig noch immer Geheimnisse. Drei Rundgänge erzählen von den weniger bekannten Facetten der Lagunenstadt: von unruhigen Gespenstern, verborgenen Gärten und vom ersten jüdischen Ghetto der Welt.

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