Enthüllung der Roma-Gedenktafel in Holzschlag

161029 Gedenktafel Holzschlag2

161029 Gedenktafel Holzschlag1Am Friedhof Holzschlag wurde Freitagabend feierlich eine neue Roma-Gedenktafel enthüllt.
meinbezirk.at, 29.10.2016

HOLZSCHLAG. 1937 hatte Holzschlag mit 661 Personen die höchste Einwohnerzahl, 310 Personen waren davon als Roma registriert. Nach dem Zweiten Weltkrieg sank die Zahl der Bevölkerung durch die Deportation der Roma auf 341.
Nur 28 von den 310 zuvor in Holzschlag lebenden Roma kehrten ins Dorf zurück. Die Deportation der Holzschläger Roma, die alle registriert waren, erfolgte in zumindest drei Phasen. Zuerst wurden 1939 arbeitsfähige Männer abgeholt. In der Nacht zum 31. Oktober 1941 kam die SS/SA ein zweites Mal und holte alle Roma aus ihren Häusern. Im April 1943 wurden dann die letzten verbliebenen Roma deportiert. Dabei handelte sich um Männer um die 70 ebenso wie Kinder im Alter von wenigen Monaten.

vlcsnap-2017-04-01-10h27m42s167-5587379

Gedenktafel am Friedhof
In einer Andacht in der Evang. Kirche Holzschlag mit Pfarrer Gerhard Harkam, Pfarrer Sebastian Edakarottu, SI Manfred Koch, Vertretern der Gemeinde rund um Bgm. Leonhard Schneemann, zahlreichen Gemeindebürgern sowie Roma-Vertretern wurde der Opfer Freitagabend gedacht.
Im Anschluss erfolgte die Enthüllung der neuen Gedenktafel am Friedhof. Diese beinhaltet die Inschrift „Wir gedenen der Roma und Romnija aus Holzschlag, die während des NS-Terrorregimes ermordet wurden. Nie wieder Krieg! Nie wieder Faschismus!“

Ausstellung „Heilige, Ketzer und Pharisäer“

161013 stadtschlaining_ausstellung_ketzer

„Heilige, Ketzer und Pharisäer“ zeigt Bilder von Herbert Schügerl
Stadtschlaining (epdÖ) – Das „Concentrum“, ein Ort für Begegnung und Dialog in der Friedensstadt Stadtschlaining, präsentiert in Zusammenarbeit mit der Pfarrgemeinde Stadtschlaining im Herbst zum Auftakt des Jubiläumsjahres „500 Jahre Reformation“ die Ausstellung „Heilige, Ketzer und Pharisäer“. Gezeigt werden Bilder des burgenländischen Künstlers Herbert Schügerl, der an der Akademie für Bildende Künste in Wien studierte und Einzelausstellungen unter anderem in Wien, Paris, London, Madrid und Barcelona hatte.

Auslöser für den Zyklus „Heilige, Ketzer und Pharisäer“ war die Neugier des Künstlers, verbunden mit der Suche nach möglichen Antworten auf die Fragen: Wer ist ein Heiliger? Wer ist ein Ketzer? Wer ist ein Pharisäer? „Ich arbeite an dem Projekt, weil es mich interessiert zu sehen, wie Menschen sich im Laufe ihres Lebens wandeln können. Jemand, der zuerst als Heiliger gehandelt wird, kann sich später als Ketzer herausstellen. Und die Geschichte hat gezeigt, dass manche Menschen, die man als Ketzer verbrannt hat, posthum gesehen doch Recht hatten, etwa Peter Valdes“, so Schügerl im Gespräch mit dem Evangelischen Pressedienst.

Die Ausstellung wird am 13. Oktober um 19 Uhr durch den römisch-katholischen Theologen Bernhard Körner (Institut für Dogmatik an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Karl-Franzens-Universität Graz) eröffnet.

161013-Ausstellung-Ketzer

Von der Kunst, ein Chef zu sein

160926_Kunst ein Chef zu sein1meinbezirk.at, 02.10.2016
Von der Kunst, ein Chef zu sein
Das Concentrum, Forum für politische, ethnische, kulturelle und soziale Ökumene startete in Stadtschlaining mit „Führungsverhalten von Vorgesetzten“ eine bunte Herbst-Veranstaltungsreihe.
STADTSCHLAININIG (ps). Gerhard Harkam begrüßte im Namen des Concentrums Militärsuperintendent Karl-Reinhart Trauner und Militärgeneralvikar Prälat Franz L. Fahner zum Vortrag „Von der Kunst, ein Chef zu sein“.
„Chefs muss es geben, denn eine Gemeinschaft ist unfähig zu befehlen. Eine Mannschaft ohne Chef ist eine Absurdität, ein sogenannter wilder Haufen“, so die beiden „Militär Geistlichen“. Auf die Frage, was den Chef ausmacht gab es Definitionen wie: „Man ist bereit ihm überall hin zu folgen, für ihn gilt jeder seiner Leute als Mensch und er imponiert durch Aufmerksamkeit und muss ausdauernd sein“, so Franz Fahner. Bei den Begriffen „Managen, Coachen und Führen“ wird deutlich: Managen heißt umsetzen und Manager werden nicht zur Verantwortung gezogen, Chefs aber müssen entscheiden und „nicht entscheiden geht nicht“, also kann man nicht nicht führen.
Ein interessanter Vortrag, der das Führungsverhalten von Vorgesetzten deutlich gemacht hat.

Bilder von der Veranstaltung >>

160929e_Kunst ein Chef zu sein

Christen in islamischen Ländern – damals und heute

HERZLICHE EINLADUNG

zu Vortrag und Gespräch

Christen in islamischen Ländern –
damals und heute

Msgr. Petrus BSTEH
Geschäftsführer Forum für Weltreligionen (FWR),
Leiter der ökumenischen Arbeitsstelle für interreligiösen Dialog
und interreligiöse Zusammenarbeit, Wien
Donnerstag, 28. April 2016, 19.30 Uhr

Evangelisches Gemeindezentrum
Stadtschlaining, Kirchenplatz 3

Wir freuen uns sehr über Ihre Teilnahme!
Eintritt frei, Spende erbeten.

Der Himmel über Haydn

170217 Kumpfmüller_Haydn1Lob der ethnischen Toleranz und musikalischen Vielfalt – ein pannonisches Panoptikum von Dr. Karl A. Kumpfmüller in Schlaining.

meinbezirk.at, 3.2.2016
STADTSCHLAINING (ps). Karl Kumpfmüller, Friedensforscher an mehreren Unis, hat u.a. das Friedenszentrum in Schlaining und das Friedensbüro in Granz aufgebaut, studierte Rechtswissenschaften, Wirtschaftswissenschaften, Psychologie und Sprachen – ein profunder Kenner des „Pannonischen Kulturraums“ hielt vor wenigen Tagen im Gemeindezentrum Schlaining einen hochinteressanten Vortrag „Der Himmel über Haydn“ zu dem er von Gerhard Harkam und dem Concentrum Schlaining, eingeladen wurde.

170217 Kumpfmüller_Haydn2

Zeitreise durch die Jahrhunderte
Karl Kumpfmüller nahm die Besucher auf eine interessante und spannende historische Zeitreise durch die Jahrhunderte mit, denn unser Burgenland, über viele Jahrhunderte ein Teil Westungarns, liegt am Rande des pannonischen Kulturraums. In ihm lebten und leben heute noch Menschen von so unterschiedlicher sprachlicher, kultureller und religiöser Herkunft wie in keiner andern Region unseres Kontinents.
Hier begegnen sich alle großen Kulturen und Religionen Europas, hier ließen sich vor über tausend Jahren die ersten asiatischen Völker nieder, und hier entwickelte sich ein so ungeheuer reichhaltiges musikalisches und künstlerisches Leben, dass es die europäische Hochkultur maßgeblich prägte.
Wie konnte ein solches Völker- und Kulturenkonglomerat über zwei Jahrtausende funktionieren und überleben? Wieso gab es hier keine großen Kriege untereinander, wo doch im übrigen Europa der Furor der ethnischen Konflikte und Religionskriege ständig die Menschen bedrohte und Millionen vernichtete? Liegt nicht gerade heute in diesem Modell pragmatischer Toleranz und kultureller Vielfalt eine große Chance für ein friedfertiges Europa?

„Wir und der Islam“ – Vom Wildwuchs der Feindbilder

151125 Nußbaumer_Islam2Gerhard Harkam, vom Concentrum begrüßte den Publizisten Heinz Nußbaumer zum Vortrag „Wir und der Islam“ im Evangelischen Gemeindezentrum Stadtschlaining, wo an die 100 Besucher den Ausführungen des Nahostexperten lauschten.
meinbezirk, 27.11.2015

STADTSCHLAINING (ps).Wie nie zuvor werden sich Europa und der Orient – Christentum und Islam ihrer Differenzen, aber auch ihrer Schicksalsgemeinschaft bewusst. Durch ihre geopolitische Nähe, durch hunderttausende Muslime auf der Flucht und die rasant wachsende Zahl von Muslimen, die mit uns leben.
Sind beide großen Religionen, aber auch ein religionsferner „Westen“ und eine immer stärker religiös geprägte islamische Welt, überhaupt zum Miteinander bereit und fähig?
Was wissen sie voneinander und wovor fürchten sie sich? Und welche „Hausaufgaben“ müssen sie erledigen, um das Eigene zu schützen und das Fremde zu akzeptieren?

151125 Nußbaumer_Islam1
Publizist Heinz Nußbaumer
Um diese brisanten Fragen und um den Versuch einer Antwort ging es am Abend mit Prof. Nußbaumer, einem der profiliertesten Nahostkenner Österreichs, im Evangelischen Gemeindezentrum Stadtschlaining.
Das Concentrum, seit über 20 Jahren ein Ort für Begegnung und Dialog in der Friedensstadt Stadtschlaining konnte den vielfach ausgezeichneten Publizisten Heinz Nußbaumer für diesen Vortrag gewinnen. Als Journalist und Buchautor galt sein Hauptinteresse mehr als 30 Jahre lang dem Nahen Osten und der islamischen Welt.

Lesung „Die Wörter fliegen“

151022 Jutta Treiber_LesungDie Autorin Jutta Treiber las in Stadtschlaining aus ihrem neuesten Buch „Die Wörter fliegen“.
meinbezirk.at,22.10.2015

STADTSCHLAINING (ps). Das Concentrum lud zur Lesung und Buchpräsentation „Die Wörter fliegen“ mit der burgenländischen Autorin Jutta Treiber ins Evangelische Gemeindezentrum. Pfarrer Gerhard Harkam begrüßte die Autorin, die für Menschen jeden Alters schreibt. Ihre Bücher wurden vielfach ausgezeichnet und in 23 Sprachen übersetzt. Jutta Treiber stammt aus Oberpullendorf hat 40 Bücher geschrieben und mehr als 2800 Lesungen in 22 Ländern Europas und Asien gehalten.

151022 Jutta Treiber_Lesung2

Die Wörter fliegen
Auf überraschende Art werden das Älterwerden und das Vergessen in eine Erzählung eingewoben, die durch Wahrhaftigkeit, durch Hoffnung, Poesie und einen unerwarteten Blickwinkel verzaubert.
Die Wörter fliegen: Zuerst von Oma zu Pia. Tisch, Fenster, Vogel. Je größer Pia wird, umso größer wird ihr Schatz an Wörtern. Rosenhecke, Teddybär. Doch mit der Zeit fehlen Oma immer öfter die Worte. Sie sagt Teller zum Fenster und Blauwasserteich zum Swimmingpool. Vielleicht sind die Wörter davongeflogen? Und können sie zurückkehren, von Pia zu Oma? Eine unnachahmlich sensibel erzählte Bilderbuchgeschichte von Jutta Treiber, mit hinreißend zarten Bildern von Nanna Prieler.

„Ware“ Mensch – „wahrer“ Mensch

150521-Ware Mensch-wahrer Mensch2Wider die Ökonomisierung des Lebens – ein „Literarisch – Musikalischer Abend“ mit Stefan Renner und Karl-Heinz Kager
meinbezirk, 21.5.2015

STADTSCHLAINING (ps). Das Concentrum, Forum für politische, ethnische, kulturelle und soziale Ökumene lud zu einem „Literarisch – Musikalischen Abend“ in das Evangelische Gemeindezentrum. Pfarrer Mag. Stefan Renner und der Gitarrist Karl-Heinz Kager gestalteten diesen Abend wo alle in einem Kreis sitzend ins Gespräch kommen sollten, jedoch ohne Worte.
150521-Ware Mensch-wahrer Mensch

Literarische Grundlage des Abends war der Roman „Tanz in Ketten“ aus dem Stefan Renner auszugsweise las und vom Tanz der Freiheit mitten in der Verfolgung handelt. Eine Thematik, die uns speziell in der heutigen Zeit täglich begegnet und berührt.
Mit Geräuschen und Klängen wurde abschließend versucht, musikalisch das zum Ausdruck zu bringen, was der Roman in uns ausgelöst hat. Stefan Renner und „Charly“ Kager ist es eindrucksvoll gelungen den Abend ohne Worte „geräuschvoll“ zu finalisieren. Dafür dankte Hausherr Pfarrer Gerhard Harkam recht herzlich.