Grazer Theologin Hoffer posthum als „Gerechte unter den Völkern“ geehrt


Grazer Theologin posthum als „Gerechte unter den Völkern“ geehrt
Margarete Hoffer half verfolgten Juden – Ehrung durch Staat Israel in Grazer Synagoge
Evang.at

„Gerechte unter den Völkern“: Hoffer geehrt
Die 1991 verstorbene Grazer Theologin Margarete Hoffer wurde 2012 von der israelischen Holocaustgedenkstätte Yad Vashem als „Gerechte unter den Völkern“ ausgezeichnet. Am Dienstag wurde sie auch in der Grazer Synagoge posthum geehrt.
Steiermark.orf.at

Biographie von Margarete Hoffer
Pro-Stolpersteine >>

Langjährige CONCENTRUM-Sektretärin verstorben

Der plötzliche und unerwartete Tod unserer langjährigen Sekretärin, Frau Sylvia Pleyer-Unger, hat auch uns betroffen gemacht. Von 1996 bis zu ihrem Ruhestand im Dezember 2018 war sie nahezu unermüdlich für den Verein tätig. Dankbar blicken wir zurück auf ihr Mitwirken für Frieden und Ökumene und bekunden den trauernden Angehörigen unsere herzliche Anteilnahme.

Der CONCETRUM-Vorstand

Gerald Mader ist von uns gegangen

Die Nachricht vom Ableben des früheren ÖSFK-Präsidenten, Dr. Gerald Mader, hat auch uns recht betroffen gemacht, zumal Dr. Mader ja viele Jahre in enger Verbundenheit mit den Anliegen des CONCENTRUMs und des Vorgängervereins „Arbeitskreis für Theologie und Friedensforschung“ war. Wir bekunden hiermit unsere herzliche Anteilnahme und blicken dankbar zurück auf sein Mitwirken für den Frieden weit über Stadtschlaining hinaus.

Der CONCETRUM-Vorstand

PRESSEBERICHTE:

Friedensuni-Gründer Gerald Mader ist tot
Gerald Mader, ehemaliger SPÖ Politiker und Gründer des Friedenszentrums in Stadtschlaining (Bez. Oberwart), ist tot. Mader verstarb am Montag im Alter von 93 Jahren in Mattersburg, wo er lebte.
ORF, 6.5.2019

Mattersburg: Ex-Landesrat Gerald Mader ist gestorben
„Ein Friedensvisionär ist von uns gegangen“, heißt es im Nachruf des Studienzentrum für Frieden und Konfliktlösung.
KURIER, 6.5.2019

Gerald Mader, Gründer der Schlaininger Friedensburg, gestorben
Sein Mattersburger Kulturzentrum, Modell einer sozialdemokratischen Kulturpolitik, wird gerade abgerissen
Der Standard, 6.5.2019

Ein Friedensvisionär ist von uns gegangen
Nachruf auf Gerald Mader vom Friedenszentrum Schlaining

Newsletter Jänner 2019

Stadtschlaining, Jänner 2019

Liebe Mitglieder, geschätzte Freundinnen und Freunde des CONCENTRUMS!

Am Beginn des neuen Jahres geben wir im Namen aller Mitarbeitenden des CONCENTRUMS gleich ein kräftiges Lebenszeichen unserer Vereinstätigkeit geben, indem wir Ihnen sehr herzlich danken: Für ihre großartige (ideelle) Unterstützung im letzten Jahr bei Veranstaltungen (siehe rückseitig das „Schlaininger Manifest“ beim Schweigemarsch am 6. November usw.) und für Ihren finanziellen Beitrag und ideelle Unterstützung. Auch heuer wollen wir uns Menschen und Themen zuwenden, die Dialog, genaues Hinhören und die Bereitschaft, sich davon auch selbst verändern zu lassen, benötigen. Damit führen wir das Jahres Motto von 2018 „Wege aus der Gleichgültigkeit“ weiter und verbinde es mit einem Satz aus der Nobelpreisrede von Aleksander Solschenizyn: „Die Rettung der Menschheit besteht gerade darin, dass alle alles angeht.“

Wir beginnen am Mittwoch, 6. Februar 2019, mit einem Vortrag und von unserem Vorstandsmitglied, Mag. Gustav Krammer aus Mariasdorf, zu seinen Eindrücken von seiner Arbeit in Brasilien und den heutigen Lebensbedingungen dort. Dazu finden Sie beiliegend die Einladung! Auch unser Jahresprogramm (siehe anbei) ist fast vollständig durchgeplant. Wir freuen uns auf neue Referenten und Initiativen und hoffen auf große Resonanz.

Wir bitten Sie darum auch heuer wieder freundlich um Hilfe und Unterstützung für die Durchführung und Umsetzung unserer Projekte. Der Mitgliedsbeitrag beträgt wie bisher 70,00 Euro. Es ist uns aber mit jeder Spende , egal in welcher Höhe, sehr geholfen (siehe beigelegter Erlagschein); unser Verein braucht eine solide finanzielle Basis, um die Kosten unserer der Projekte tragen zu können.

Eine Veränderung aus dem Kreis unserer Mitarbeitenden ist noch zu berichten: Frau Sylvia Pleyer, unsere langjährige Sekretärin, ist in den Ruhestand getreten. Wir danken Frau Pleyer sehr herzlich für Ihre unermüdliche Tätigkeit in diesen 22 Jahren zugunsten des Vereins und wünschen ihr viel Segensreiches für die Zukunft. Derzeit setzen wir ehrenamtlich die notwendigen Übergangschritte.

Ihr Interesse an unserer Arbeit, liebe Freundinnen und Freunde des CONCENTRUMs, Ihr Mitwerben und Ihre aktive Teilnahme an den Veranstaltungen sind uns die wertvollste Unterstützung.
In diesem Sinne hoffen wir weiterhin auf Ihr Vertrauen und verbleiben mit den besten Grüßen

Dr. Gerhard Harkam                    Friederike Treiber                   Dr. Matthias Platzer
Geschäftsführer                               Obfrau                                                Obfrau-Stv.

Mag. Gustav Krammer              Adelheid Gamauf                Mag. Manfred Koch
Vorstandsmitglied                          Vorstandsmitglied              Vorstandsmitglied

Schlaininger Manifest 2018

Kaum jemand von uns heute hat das Jahr 1938 noch erlebt.
Niemand aus unseren Reihen hat sich aktiv an den Gräueltaten im November 1938 beteiligt.
Auch wenn wir selbst keine Schuld auf uns geladen haben,
so tragen wir dennoch mit an der Last der Vergangenheit.

In Betroffenheit darüber und auch über die Ereignisse der Folgejahre nach 1938,
in denen damals unsere jüdischen Mitbürger geschmäht, ihrer Würde, ihres Besitzes und schließlich ihres Lebens beraubt wurden – und zugleich mit ihnen unsagbar viele andere
aufgrund ihrer Behinderung, ihrer Volkszugehörigkeit, ihrer Überzeugung
oder ihrer sexuellen Orientierung erbarmungslos vernichtet wurden,
halten wir heute am 6. November 2018 fest:

Das standhafte Beispiel der Opfer damals ermutigt uns heute darin,
allen Anfängen von Intoleranz zu wehren,
jeglicher Diskriminierung die Stirn zu bieten,
und jeder Form von gesellschaftlicher, ethnischer oder religiöser Verachtung entgegenzutreten.
Unser Heimatland Österreich soll auch in Zukunft ein Ort des friedlichen Miteinanders bleiben.

Wir haben aus der Geschichte gelernt.

Unterschrieben von Teilnehmenden am Schweigemarsch in Stadtschlaining am 6. November 2018 anlässlich des Gedenkens „80 Jahre Reichspogromnacht 9./10. November 1938“

„Schlaininger Manifest“ als PDF

181106 Schlaininger Manifest Tafel

Workshop „HOLOCAUST-HISTORY“ am 3.11.

Herzliche Einladung
zur Teilnahme am Workshop „HOLOCAUST-HISTORY“

Leitung: Daniela DADIEU-EBENBAUER

Samstag, 3. November 2018, 16.00 – 20.00 Uhr
Evangelisches Gemeindezentrum Stadtschlaining, Kirchenplatz 3

Kosten: € 7,00 pro TeilnehmerIn

Anmeldung: Begrenzte TeilnehmerInnenzahl, max. 26 Personen
Wir bitten daher um Ihre Anmeldung zur Teilnahme:
E-Mail: concentrum@a1.net oder
postalisch: Concentrum, Hauptplatz 3, 7461 Stadtschlaining

Wir hoffen auf Ihr Interesse und freuen uns auf Ihre Teilnahme am Workshop!

GEWALTPRÄVENTION HEISST AUCH AUS DER VERGANGENHEIT LERNEN

Anlässlich des Gedenkjahres 2018 – 100 Jahre 1. Republik und 80 Jahre „Anschluss“ Österreichs an das Deutsche/Dritte Reich organisiert das CONCENTRUM in Kooperation mit dem ÖSTERREICHISCHEN STUDIENZENTRUM FÜR FRIEDEN UND KONFLIKTLÖSUNG einen Workshop, der sich der Holocaust-Thematik einmal anders widmet. Angeleitet von Daniela DADIEU-EBENBAUER, selbst Tochter eines jüdischen Vaters, der Auschwitz überlebte, und einer Mutter aus einer deutsch-nationalen Familie, wird die Thematik mit Hilfe von interaktiven Methoden und dem gemeinsamen Erörtern von Fragen in respektvollem Dialog bearbeitet.

Ökumenischer Hirtenbrief anlässlich der Novemberpogrome vor 80 Jahren

Bischof und Superintendent „gegen ein Schweigen, das zum Himmel schreit“

„Gegen ein Schweigen, das zum Himmel schreit“: So lautet die Überschrift und der Grundtenor des gemeinsamen Ökumenischen Hirtenbriefs, den Bischof Ägidius Zsifkovics und Superintendent Manfred Koch 80 Jahre nach den Novemberpogromen des NS-Regimes verfasst haben. Und sie finden sehr klare Worte, an deren Anfang eine zweifache Betroffenheit steht: „Betroffenheit über das unaussprechliche Leid so vieler Menschen“ – insgesamt wurden alleine in dieser Nacht mehrere hundert Menschen ermordet oder in den Suizid getrieben, 30.000 Jüdinnen und Juden in KZs deportiert, darunter 6.500 österreichische Juden –, aber auch „Betroffenheit darüber, dass unsere christlichen Kirchen und ihre Mitglieder so viel schuldig geblieben sind.“

Nur ganz wenige Ausnahmen, etwa der Franziskanerpater Kapistran Pieller, damals Rektor der Klosterschule in Eisenstadt und 1945 von der SS erschossen, hätten dieses „weite Meer beschämenden Schweigens“ durchbrochen. Der Brief wird an alle katholischen und evangelischen Pfarren des Burgenlandes versandt und am 10. oder 11. November verlesen.
Kommentar auf martinus.at >>

Ökumenischer Hirtenbrief als PDF >>