Schlaininger Gespräche zum Thema ROMA

151003 erika_thurnervolksgruppen.orf.at, 2.10.2015
Die „Schlaininger Gespräche“, die im Jahr 1982 gegründet wurden, beschäftigen sich mit Themen der Geschichte des Grenzraums zwischen Österreich und dem historischen Ungarn, wobei ein Schwerpunkt auf den burgenländischen Raum gelegt wird.

„Ware“ Mensch – „wahrer“ Mensch

150521-Ware Mensch-wahrer Mensch2Wider die Ökonomisierung des Lebens – ein „Literarisch – Musikalischer Abend“ mit Stefan Renner und Karl-Heinz Kager
meinbezirk, 21.5.2015

STADTSCHLAINING (ps). Das Concentrum, Forum für politische, ethnische, kulturelle und soziale Ökumene lud zu einem „Literarisch – Musikalischen Abend“ in das Evangelische Gemeindezentrum. Pfarrer Mag. Stefan Renner und der Gitarrist Karl-Heinz Kager gestalteten diesen Abend wo alle in einem Kreis sitzend ins Gespräch kommen sollten, jedoch ohne Worte.
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Literarische Grundlage des Abends war der Roman „Tanz in Ketten“ aus dem Stefan Renner auszugsweise las und vom Tanz der Freiheit mitten in der Verfolgung handelt. Eine Thematik, die uns speziell in der heutigen Zeit täglich begegnet und berührt.
Mit Geräuschen und Klängen wurde abschließend versucht, musikalisch das zum Ausdruck zu bringen, was der Roman in uns ausgelöst hat. Stefan Renner und „Charly“ Kager ist es eindrucksvoll gelungen den Abend ohne Worte „geräuschvoll“ zu finalisieren. Dafür dankte Hausherr Pfarrer Gerhard Harkam recht herzlich.

Goberling: Gedenkstätte für Roma enthüllt

141110 Goberling1Goberling: Gedenkstätte für Roma
In der Zeit des Nationalsozialismus sind tausende Roma ermordet worden. Ganze Siedlungen wurden ausgelöscht, auch jene in Goberling (Bezirk Oberwart). Dort wurde jetzt eine Gedenkstätte für die Opfer des Nationalsozialismus errichtet.
burgenland.orf.at, 10.11.2014

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Gedenkstein in Goberling

Burgenland: Gedenkstein für NS-Opfer in Goberling enthüllt
Gerhard Baumgartner: Nach wie vor ungeklärte Aspekte bei Roma-Schicksalen

Goberling (epdÖ, 12.11.2014) – An das schreckliche Schicksal der Roma, der Euthanasieopfer sowie politisch Verfolgter im südburgenländischen Goberling (Ortsteil von Stadtschlaining im Bezirk Oberwart) während der Zeit des Nationalsozialismus erinnert seit wenigen Tagen ein Gedenkstein vor der evangelischen Kirche in Goberling, der im Rahmen einer ökumenischen Andacht am 7. November feierlich enthüllt wurde. Im Zuge der Renovierungsarbeiten an der evangelischen Kirche entstand eine Initiative zur Errichtung einer Gedenktafel für die Roma von Goberling, die von der evangelischen Pfarrgemeinde Stadtschlaining, der politischen Gemeinde Goberling und dem Verein Concentrum getragen wurde. Insgesamt wurden 82 Menschen aus dem Ort im Konzentrationslager ermordet, darunter 78 Roma.

Bei der Gedenkfeier wurde darauf hingewiesen, dass es bei dieser Aktion auch darum gehe, den Ermordeten, die alle aus Goberling stammten und zwischen 23 und 40 Jahre alt waren, ihren Namen wiederzugeben. „Wir wollen heute die Namen nennen, den Ermordeten ihre Namen wiedergeben“, war der Grundtenor bei der ökumenischen Andacht. „Das bedeutet, sie aus den schieren Totenzahlen wieder zu Individuen werden zu lassen.“ Verlesen wurden dann – nur beispielhaft – einige Namen mit Geburts- und Todesdatum, wobei in der Andacht bei jeder Namensnennung eine Kerze entzündet wurde. Die Feier wurde von Burgenlands Superintendent Manfred Koch und dem römisch-katholischen Generalvikar Martin Korpitsch gestaltet.

Im Anschluss an den Gottesdienst referierte der Historiker Gerhard Baumgartner, Leiter des Dokumentationsarchivs des österreichischen Widerstands (DÖW), über das Schicksal der Roma im Burgenland. Rund 12.000 Roma lebten in Österreich vor dem „Anschluss“, davon allein 9000 im Burgenland. Von ihnen wurden beinahe alle ermordet, nach Zählung des DÖW überlebten nur 948 Menschen. „Das Schicksal der Roma und Sinti im Nationalsozialismus ist heute zwar schon wesentlich besser erforscht als noch vor zehn oder zwanzig Jahren, aber es gibt noch viele völlig ungeklärte Aspekte“, erklärte Baumgartner. Seiner Meinung nach wäre es nach 1945 eine zentrale Aufgabe eines demokratischen Staates gewesen, festzustellen, welche seiner Bürgerinnen und Bürger wann, wo, wie und warum ermordet wurden und wo sie begraben liegen. Bei den meisten verschleppten und ermordeten Roma und Sinti sei dies aber bis heute nicht bekannt.

„Es geht darum, ein Unrecht zu benennen und dies einmal an einer öffentlichen Stelle publik zu machen“, sagt Gerhard Harkam, Pfarrer in Stadtschlaining. Trotz des schlechten Wetters seien zahlreiche Menschen zu der Feier gekommen, die Stimmung sei sehr bewegend gewesen. „Die Leute haben mich im Nachhinein angesprochen, dass es eine sehr wichtige Feier gewesen sei“, so Harkam. Der Pfarrer von Stadtschlaining freut sich darüber, dass die Bevölkerung in das Projekt eingebunden und dies von den Menschen vor Ort auch angenommen wurde. „Wir ehren unsere Soldaten schon jahrzehntelang seit dem Kriegsende. Und es ist nur mehr als gerecht, dass wir auch unserer zivilen Opfer gedenken, die hier aus Goberling stammen. Sie sollen so ein ehrendes Gedenken erhalten“, zitiert „orf.at“ den Ortsvorsteher von Goberling, Hans Bieler.

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Einladung zur Veranstaltung:

HEILSAME ERINNERUNG

Freitag, 7. November 2014, 18.00 Uhr
Evangelische Kirche Goberling

Andacht mit Superintendent Mag. Manfred Koch und Diözesanbischof Dr. Ägidius Zsifkovics
in der evangelischen Kirche Goberling.
Enthüllung eines Gedenksteines in Erinnerung an den alten Friedhof und für die ermordeten Goberlinger ROMA und andere Gewaltopfer des NS-Regimes.
Um 19.00 Uhr im Gasthaus Pleyer
Vortrag von Dr. Gerhard Baumgartner zu den historischen Vorgängen der ROMA-Verfolgung.

Veranstaltet von CONCENTRUM und VOLKSHOCHSCHULE DER BURGENLÄNDISCHEN ROMA in Kooperation mit der Stadtgemeinde Stadtschlaining und den beiden Kirchen des Landes

Setzen auch Sie durch Ihre Teilnahme ein Zeichen des Gedenkens und der Versöhnung!

Vom Frieden und vom Krieg

140124von Frieden und KriegTexte vom Frieden und vom Krieg brachte Stefan M. Renner, katholischer Pfarrer von Stadtschlaining, am 24. Jänner 2014 gemeinsam mit dem Musiker Gerald Seper einem interessierten Publikum im Evangelischen Gemeindezentrum Stadtschlaining nahe.
meinbezirk.at, 27.1.2014

In einem bewegenden Mix aus Literatur und Trommelimprovisation tauchten die Anwesenden in die Zerrissenheit von Menschenschicksalen ein, die in Kriegszeiten Frieden herbeisehnten und im Frieden nicht ohne Konflikte leben konnten.
Eingeladen hatte dazu das Forum CONCENTRUM, das mit dieser Veranstaltung eine Reihe zum Weltkriegs-Gedenkjahr 1914 beginnen konnte.